Mathematik – wenn Rechnen Schwierigkeiten macht
Viele Kinder haben Schwierigkeiten in Mathematik. Das kann sehr unterschiedliche Gründe haben – und lässt sich nicht immer auf den ersten Blick einordnen.
Entscheidend ist dabei weniger das Fach selbst, sondern das, was Lernen in diesem Bereich gerade schwer macht.
Typische Ausgangssituationen
Eltern beschreiben häufig Situationen wie diese:
- Rechenwege wirken unstrukturiert oder gehen verloren
- Aufgaben werden verstanden, Ergebnisse sind dennoch falsch
- Unter Zeitdruck bricht vieles zusammen
- Mathematik erzeugt Stress, Rückzug oder Widerstand
- Das Gefühl: „Eigentlich verstehe ich es – aber es klappt trotzdem nicht“
Matheprobleme sind nicht gleich Dyskalkulie
Schwierigkeiten in Mathematik können sehr unterschiedliche Ursachen haben. Manche entstehen durch Lücken, ungünstige Lernstrategien, fehlende Übersicht oder durch Druck und Unsicherheit.
Andere haben tiefere Gründe im Zahlverständnis. Ob eine Dyskalkulie vorliegt oder nicht, lässt sich deshalb nicht an den Noten in Mathe allein fest machen.
Gerade bei Grundschulkindern spielt dabei übrigens noch ein weiterer Aspekt eine wichtige Rolle: Mathematik ist stark sprachlich geprägt. Die Aufgaben müssen gelesen, verstanden und strukturiert werden.
Manchmal liegt das eigentliche Problem deshalb nicht im Rechnen, sondern im Lesen der Aufgaben. Eine nicht erkannte LRS kann dazu führen, dass mathematische Fähigkeiten nicht sichtbar werden. Das ist besonders bitter, weil das Kind dann eigentlich rechnen könnte – aber am Text scheitert.
Wie ich darauf blicke
Ich betrachte mathematische Schwierigkeiten nicht isoliert, sondern im Zusammenhang mit dem gesamten Lernprozess.
Dabei schaue ich unter anderem:
- Wo hakt es konkret?
- Ist das Zahlverständnis stabil?
- Spielt Sprache eine zentrale Rolle?
- Oder sind es eher Rahmenbedingungen wie Tempo, Druck oder Unsicherheit?
Diese Einordnung ist entscheidend dafür, welche Art von Unterstützung angebracht ist.
Wann eine genauere Abklärung sinnvoll ist
Wenn Unsicherheiten im Umgang mit Zahlen dauerhaft bestehen, sich trotz (familiärer) Unterstützung kaum positive Veränderungen ergeben oder grundlegende Vorstellungen des Kindes fehlen.
In solchen Fällen lohnt sich ein genauer Blick – auch mit Blick auf mögliche Zusammenhänge mit Dyskalkulie oder LRS. Informationen zur grundsätzlichen Abklärung finden Sie zudem auf der Seite Diagnose.
Was mein Angebot bewusst nicht ist
- Keine klassische Nachhilfe mit festem Stoff- oder Übungsprogramm
- Kein reines Abarbeiten von Hausaufgaben oder Klassenarbeiten
- Keine kurzfristige Symptombearbeitung ohne Blick auf die Ursachen
Ein nächster Schritt
Wenn Sie unsicher sind, warum Mathematik gerade schwierig ist und keine vorschnellen Schlüsse ziehen möchten, kann ein gemeinsames Sortieren sehr hilfreich sein.
Dann schauen wir gemeinsam in Ruhe, was hinter den Schwierigkeiten steht und welcher Weg sinnvoll ist.